Wie erstellt man eine ZIP-Datei?

Erfahren Sie, wie Sie unter Windows und macOS ZIP-Dateien erstellen, um platzsparend mit großen Dateien zu arbeiten.

Das Dateiformat ZIP

ZIP-Dateien sind eine der beliebtesten Methoden, um Speicherplatz zu sparen und große Dateien und Ordner an andere Computer zu senden. Das Verfahren zum Erstellen einer ZIP-Datei oder eines ZIP-Ordners hängt vom verwendeten Gerät ab. Daher erläutern wir hier die besten Verfahren für Mac- und Windows-Nutzer, bevor wir alternative Methoden vorstellen, die sogar noch effizienter und zuverlässiger sind.

Eine ZIP-Datei besteht aus einer oder mehreren Dateien, die zusammen an einem Speicherort komprimiert wurden. Wenn eine Datei oder ein Ordner gezippt wird, werden die Inhalte komprimiert. Dabei werden redundante Daten entfernt, so dass viel weniger Daten gespeichert oder geteilt werden müssen. Dieser Prozess wird als verlustfreie Datenkomprimierung bezeichnet, wobei verlustfrei bedeutet, dass zwar die Dateigröße stark reduziert wird, die Datei selbst jedoch nicht verändert wird. ZIP ist ein Dateiarchivformat. Es gibt andere Formate, wie RAR und 7-ZIP, ZIP ist jedoch am weitesten verbreitet.

Lohnt es sich überhaupt Dateien zu zippen?

ZIP-Dateien können äußerst nützlich sein, wenn Sie eine große Gruppe von Dateien oder sogar nur eine einzige große Datei haben, die Sie mit Ihrem Team teilen müssen. Mit vielen E-Mail-Clients können Sie keine großen Dateien versenden, weshalb die Dateikomprimierung oft eine der besten Lösungen für den Versand größerer Datenmengen darstellt. Sie können ZIP-Dateien auch verwenden, um private Daten zu verschlüsseln, bevor Sie diese online versenden.

So zippen Sie einen Ordner oder eine Datei auf dem Mac

Für Mac-Nutzer gilt, wenn Sie mehrere Dateien zusammen komprimieren möchten, müssen Sie sicherstellen, dass diese sich im selben Ordner befinden. Idealerweise erstellen Sie einen neuen Ordner, der nur die Dateien enthält, die Sie komprimieren möchten. Sie können dann einfach mit der rechten Maustaste oder bei gedrückter CTRL-Taste auf diesen Ordner klicken und „Objekte komprimieren“ auswählen. Die Datei mit der Erweiterung „.zip“ wird an dem Ort gespeichert, an dem auch der Originalordner gespeichert ist.

Wenn Sie in einem Ordner nur bestimmte Dateien, aber nicht den gesamten Ordner komprimieren möchten, halten Sie die Befehlstaste gedrückt und klicken Sie dann auf die Dateien, die Sie komprimieren möchten. Wenn Sie alle Dateien ausgewählt haben, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „N Objekte komprimieren“ aus. Alle Dateien werden in eine einzige ZIP-Datei mit dem Namen „Archiv.zip“ komprimiert. Den Namen können Sie ändern, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei klicken und „Umbenennen“ auswählen. Das gleiche Verfahren wird angewendet, wenn Sie nur eine Datei komprimieren möchten. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf die Datei und wählen Sie „[Dateiname] komprimieren“ aus.

So erstellen Sie eine Zip-Datei unter Windows 10

Verwenden von „Senden an“

Das Verfahren für Microsoft-Nutzer ist ähnlich. Stellen Sie sicher, dass sich alle Dateien, die Sie komprimieren möchten, in einem Ordner befinden. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diesen Ordner und wählen Sie die Option „Senden an“ aus. Im Menü „Senden an“ wird die Option „ZIP-komprimierter Ordner“ angezeigt. Klicken Sie darauf, damit Ihre komprimierte Datei auf Ihrem Desktop gespeichert wird.

Um mehrere, aber nicht alle Dateien in einem Ordner auszuwählen, halten Sie die STRG-Taste gedrückt und klicken Sie auf die Dateien, die Sie komprimieren möchten. Wenn alle Dateien, die Sie komprimieren möchten, nacheinander im Ordner angezeigt werden, können Sie auf den ersten Eintrag klicken, die Umschalttaste gedrückt halten und dann auf den letzten Eintrag klicken. Dadurch werden auch alle dazwischen vorhandenen Dateien ausgewählt. Sie können dann mit der rechten Maustaste klicken und alle ausgewählten Dateien komprimieren. Um eine einzelne Datei zu komprimieren, klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste darauf und führen dann dieselben Schritte aus.

Tab „Freigeben“

Eine andere Möglichkeit, Dateien unter Windows zu zippen, besteht darin, alle Dateien auszuwählen, die Sie komprimieren möchten, und auf dem Tab „Freigeben“ des Datei-Explorers auf die Schaltfläche „ZIP“ zu klicken. Dies kann auf jedem Windows-Computer ab Windows 8.1 oder höher ausgeführt werden. Bei älteren Computern müssen Sie die Methode mit Rechtsklick und „Senden an“ verwenden.

So öffnen Sie eine ZIP-Datei

Um eine ZIP-Datei auf dem Mac zu dekomprimieren, doppelklicken Sie einfach darauf. Alternativ können Sie mit der rechten Maustaste darauf klicken, den Mauszeiger auf „Öffnen mit“ bewegen und „Archivierungsdienstprogramm“ auswählen. Die Datei wird entpackt und es wird ein neuer Ordner mit allen darin enthaltenen Dateien erstellt – und am selben Ort wie die ZIP-Datei gespeichert.

Unter Windows können Sie den Inhalt eines ZIP-Ordners anzeigen, ohne die Dateien zu entpacken. Sie können diese aber nicht bearbeiten, ohne die Dateien vorher zu extrahieren. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf den ZIP-Ordner und wählen Sie „Alle extrahieren“ aus. Die Dateien werden extrahiert und am selben Ort wie die ZIP-Datei gespeichert. Sie können auch einen anderen Speicherort festlegen, indem Sie im Assistenten „Alle extrahieren“ auf „Durchsuchen“ klicken. Dasselbe können Sie auch für einzelne Dateien innerhalb eines gezippten Ordners durchführen, wenn Sie nicht alles auf einmal extrahieren möchten. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf die Datei, wählen Sie „Ausschneiden“ aus und fügen Sie sie dann dort ein, wo Sie sie speichern möchten.

So fügen Sie Dateien zu einem vorhandenen ZIP-Ordner hinzu

Möglicherweise haben Sie bereits einen gezippten Ordner, zu dem Sie weitere Dateien hinzufügen müssen. Dies ist unter Windows glücklicherweise nicht allzu kompliziert. Ziehen Sie die neuen Dateien oder Ordner einfach auf die ZIP-Datei – so wie Sie es machen, um eine Datei zu einem normalen Ordner hinzuzufügen.

Beim Mac hingegen ist dies nicht ohne die Nutzung eines Drittanbieterdienstes möglich. Es gibt zwar einige Archivierungsprogramme von Drittanbietern wie WinZip, die ziemlich vertrauenswürdig sind, diese können aber immer noch ein großes Sicherheitsrisiko darstellen, insbesondere wenn Sie vertrauliche Dateien komprimieren. Vor diesem Hintergrund besteht der sicherste Weg, um auf dem Mac neue Dateien zu einem ZIP-Ordner hinzuzufügen, darin, eine völlig neue ZIP-Datei zu erstellen.

So erstellen Sie eine passwortgeschützte ZIP-Datei

ZIP-Dateien können mit Windows 10 bis zu einem gewissen Grad mit einem Passwort geschützt werden. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf die ZIP-Datei und wählen Sie „Eigenschaften“ aus. Klicken Sie auf dem Tab „Allgemein“ auf „Erweitert“. Wählen Sie „Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen“ aus, klicken Sie im Fenster „Erweitert“ auf „OK“ und dann noch einmal im Fenster „Eigenschaften“ auf „OK“, um Ihre Änderungen zu speichern. Das Dateisymbol wird jetzt mit einem Vorhänge­schloss angezeigt. Sie können die Datei weiterhin wie gewohnt öffnen, solange Sie mit Ihrem Nutzerkonto angemeldet sind. Andere Konten können darauf jedoch nicht zugreifen. Dies ist eine geeignete Methode zum Schutz einer ZIP-Datei auf dem eigenen Computer, bietet aber keine Sicherheit für das Versenden der Datei an einen anderen Ort.

Für Mac-Nutzer sind diese Möglichkeiten noch begrenzter. Es gibt keine Möglichkeit, eine ZIP-Datei auf dem Mac direkt mit einem Passwort zu schützen. Mit Terminal müssen Sie einiges zu Fuß erledigen, was ziemlich kompliziert und ein im Vergleich mit anderen verfügbaren Optionen unnötiger Prozess ist.

Auch hier gibt es zahlreiche Anwendungen von Drittanbietern, die Sie zum Schutz von ZIP-Dateien sowohl unter Windows als auch unter macOS verwenden können. Dies ist jedoch potenziell gefährlich, weil Sie einem Dritten Zugang zu Ihren ungeschützten Dateien gewähren müssen.

Nachteile von ZIP-Dateien

Obwohl ZIP-Dateien meist eine effiziente Lösung zur Verringerung der Dateigröße sind, funktionieren sie nicht bei jedem Dateityp gleich effektiv. Beispielsweise sind MP4- und JPEG-Dateien bereits als solche hochgradig komprimiert und können durch Zippen kaum weiter komprimiert werden. Auch wenn ZIP-Dateien immer die Dateigröße verringern sollten, fällt diese Verkleinerung bei bestimmten Dateien nicht sehr substanziell aus – man kann eine Datei nur so weit komprimieren, wie sie nicht beschädigt wird. Außerdem besteht das Risiko, dass Dateien während des Komprimierungsprozesses beschädigt oder fehlerhaft werden. Darüber hinaus erfordert das Komprimieren einer Datei einige zusätzliche Schritte und das Versenden von komprimierten Dateien kann sich etwas mühsam gestalten – vor allem, wenn es Alternativen gibt, mit denen sich die Arbeit wesentlich effizienter erledigen lässt.

Welche Alternativen gibt es zu ZIP-Dateien?

In Anbetracht der oben beschriebenen Einschränkungen kommen Sie vielleicht zu dem Schluss, dass die Komprimierung von Dateien für Sie nicht wirklich die beste Lösung ist. ZIP-Dateien bieten eine gute Möglichkeit, um Speicherplatz auf Ihrem Gerät zu sparen. Damit Sie eine Datei verwenden können, müssen Sie aber zuerst die ZIP-Datei finden, in der sie sich befindet, und sie vor dem Öffnen entpacken. Das kann schnell frustrierend und zeitaufwendig werden. Sie sollten sich besser nach einer Option umsehen, mit der Sie Ihre Dateien in ihrer ursprünglichen Größe behalten können ohne mehr Speicherplatz auf Ihrem Computer zu belegen – genau hier kommt Cloud-Speicher ins Spiel.

Wenn Sie Dropbox Smart Sync verwenden, speichern Sie Ihre Dateien auf einem Online-Server, sodass sie keinen Speicherplatz auf Ihrem Computer beanspruchen und Sie von jedem Ort mit Internetanschluss darauf zugreifen können. Mit Dropbox können Sie Dateien jeder Größe und in jedem Dateiformat hochladen und mit wenigen Mausklicks mit anderen teilen. Sie riskieren nicht, dass Dateien während der Komprimierung beschädigt werden. Sie können große Dateien mühelos hochladen und sofort versenden und müssen dabei weniger Schritte ausführen.

Selbst wenn Sie weiterhin ZIP-Dateien verwenden müssen, können Sie diese in Dropbox speichern und darüber versenden und sogar eine Vorschau einer ZIP-Datei direkt über Dropbox anzeigen.

Wenn Sie die Dropbox-Desktop-App herunterladen, können Sie Ihre Dateien auf Dropbox einfach in den Dropbox-Ordner ziehen. In der Web-App können Sie Dateien per Drag & Drop direkt in Google Chrome, Safari oder dem Browser ablegen, den Sie verwenden, während die Web-App geöffnet ist. Dann können Sie Ihre Dateien und Ordner ganz einfach freigeben, indem Sie auf „Teilen“ klicken und auswählen, an wen Sie sie senden möchten. Genau wie bei ZIP-Ordnern können Sie auch Dropbox-Dateien mit einem Passwort schützen, damit sie nur von denjenigen, denen Sie Zugriff gewährt haben und die das Passwort besitzen, geöffnet werden können. Sie und Ihr Team können Dateien und Ordner direkt in Dropbox freigeben und bearbeiten, ohne dass Sie jedes Mal neue ZIP-Dateien mit aktualisierten Dokumenten erstellen und versenden müssen. Alles in Dropbox wird aktualisiert, während Sie es bearbeiten. Dadurch wird die Zusammenarbeit wesentlich effizienter.