Arten von Speichermedien

Entdecken Sie die vielen Geräte zur Erhöhung Ihrer digitalen Speicherkapazität und erfahren Sie, wie diese funktionieren.

Die Speicherkapazität hängt nicht mehr von der physischen Kapazität Ihres Computers ab. Es gibt viele Möglichkeiten, Ihre Dateien aufzubewahren und gleichzeitig Speicherplatz auf Ihrem Computer, Smartphone oder Tablet zu sparen. Wenn Ihre Geräte langsam werden und der Speicherplatz knapp wird, können Sie Dateien auf ein physisches Speichergerät verschieben. Noch besser ist jedoch, die Dateien mit einer bewährten Speichertechnologie in der Cloud zu speichern. 

Cloud-Speicher

Auch wenn es sich nicht wirklich um ein Gerät handelt, ist Cloud-Speicher der neueste und vielseitigste Speichertyp für Computer. „Die Cloud“ ist nicht ein Ort oder ein Objekt, sondern vielmehr eine riesige Ansammlung von Servern, die in Rechenzentren auf der ganzen Welt untergebracht sind. Wenn Sie ein Dokument in der Cloud speichern, speichern Sie es auf diesen Servern.

Da bei einem Cloud-Speicher alles online gespeichert wird, wird der Sekundärspeicher Ihres Computers nicht genutzt und Sie sparen Platz.

Cloud-Speicher bieten deutlich höhere Speicherkapazitäten als USB-Flash-Laufwerke und andere physische Optionen. Dadurch müssen Sie nicht jedes Gerät durchsuchen, um an die benötigte Datei zu gelangen.

Während externe HDD- und SSD-Festplatten früher wegen ihrer Portabilität bevorzugt wurden, sind auch sie im Vergleich zu Cloud-Speicher nicht optimal. Es gibt nicht viele externe Festplatten, die Sie in der Tasche mitnehmen würden. Obwohl sie kleiner und leichter als das interne Speicherlaufwerk eines Computers sind, bleiben sie greifbare Geräte.Die Cloud hingegen begleitet Sie überallhin, ohne physischen Platzbedarf und ohne die physischen Schwachstellen eines externen Laufwerks.

Externe Speichergeräte waren auch als schnelle Lösung für die Übertragung von Dateien beliebt, aber natürlich sind sie nur dann nützlich, wenn Sie physisch auf jedes Gerät zugreifen können. Da heute immer mehr Unternehmen dezentral tätig sind, wird Cloud Computing immer beliebter. Sie würden wahrscheinlich nicht einfach ein USB-Laufwerk ins Ausland schicken, nur um eine große Datei an einen Kollegen zu senden. Der Cloud-Speicher fungiert also als Brücke zwischen Mitarbeitern an entfernten Standorten und macht die Zusammenarbeit aus der Ferne zum Kinderspiel.

Wenn Sie vergessen, eine Festplatte mit wichtigen Dokumenten zu einem Meeting mitzubringen, bleibt Ihnen nicht viel anderes übrig, als zurückzugehen und sie zu holen. Wenn Sie eine Festplatte beschädigen oder gar ganz verlieren, ist es unwahrscheinlich, dass Sie diese Daten jemals zurückerhalten. Diese Risiken gibt es bei Cloud-Speichern nicht – Ihre Daten sind gesichert und zugänglich, wann und wo immer Sie sind, solange Sie Zugang zum Internet haben.

Mit Dropbox Smart Sync können Sie auf jede Datei in Ihrer Dropbox direkt von Ihrem Desktop aus zugreifen. Es ist genau so, als wären Ihre Dateien lokal gespeichert – nur dass sie keinen lokalen Festplattenspeicher verbrauchen. Da alle Ihre Dateien in Dropbox gespeichert bleiben, sind sie immer nur einen Mausklick entfernt. Sie können von jedem Gerät mit Internetverbindung auf Ihre Dateien zugreifen und sie im Handumdrehen freigeben.

Externe Speichergeräte

Zusätzlich zu den in einem Computer enthaltenen Speichermedien gibt es auch digitale Speichergeräte außerhalb von Computern. Diese werden häufig verwendet, um die Speicherkapazität zu erweitern, wenn der Speicherplatz auf einem Computer knapp wird, um mehr Portabilität zu ermöglichen oder um Dateien mühelos von einem Gerät auf ein anderes zu übertragen.

Externe HDD- und SSD-Laufwerke

Sowohl HDD- als auch SSD-Geräte sind als externe Laufwerke erhältlich. Diese bieten im Allgemeinen die größte Speicherkapazität unter den externen Optionen, wobei externe HDD-Laufwerke bis zu 20 TB Speicherplatz und (preisgünstige) externe SSD-Laufwerke bis zu 8 TB Speicherplatz bieten.

Externe HDD- und SSD-Laufwerke funktionieren genauso wie ihre internen Gegenstücke. Die meisten externen Laufwerke können an jeden Computer angeschlossen werden; sie sind nicht an ein Gerät gebunden, weshalb sie eine sinnvolle Lösung für die Übertragung von Dateien zwischen Geräten darstellen.

Flash-Speichergeräte

Der Flash-Speicher wurde bereits im Zusammenhang mit SSD-Laufwerken erwähnt. Ein Flash-Speichergerät enthält Billionen von miteinander verbundenen Flash-Speicherzellen, die Daten speichern. Diese Zellen enthalten wiederum Millionen von Transistoren, die beim Ein- und Ausschalten Einsen und Nullen im Binärcode darstellen und es einem Computer ermöglichen, Informationen zu lesen und zu schreiben.

Eine der bekanntesten Arten von Flash-Speichergeräten ist das USB-Flash-Laufwerk. Diese kleinen, tragbaren Speichergeräte, die auch als USB-Stick oder Speicherstick bezeichnet werden, sind seit Langem eine beliebte Wahl für zusätzlichen Computerspeicher. Bevor es schnell und einfach war, Dateien online auszutauschen, waren USB-Flash-Laufwerke unerlässlich, um Dateien einfach von einem Gerät auf ein anderes zu übertragen. Sie können jedoch nur bei Geräten mit einem USB-Anschluss verwendet werden. Die meisten älteren Computer haben einen USB-Anschluss, bei neueren Computern ist möglicherweise ein Adapter erforderlich.

Heutzutage bieten USB-Flash-Laufwerke bis zu 2 TB Speicherplatz. Der Speicherplatz auf einem solchen Laufwerk ist pro Gigabyte zwar teurer als auf einer externen Festplatte, aber die Laufwerke haben sich als einfache, bequeme Lösung zum Speichern und Übertragen kleinerer Dateien durchgesetzt.

Zu den Flash-Speichergeräten gehören neben USB-Laufwerken auch SD- und Speicherkarten, die Sie vermutlich von Digitalkameras kennen.

Optische Speichergeräte

CDs, DVDs und Blu-ray Discs werden für viel mehr als zum Abspielen von Musik und Videos verwendet – sie dienen auch als Speichergeräte. Kollektiv werden sie als optische Speichergeräte oder Speichermedien bezeichnet.

Binärcode wird auf diesen Platten in Form von winzigen Unebenheiten entlang einer Spur gespeichert, die sich von der Mitte der Platte spiralförmig nach außen bewegt. Wenn die Platte in Gebrauch ist, dreht sie sich mit konstanter Geschwindigkeit, während ein im Laufwerk befindlicher Laser die Unebenheiten auf der Platte abtastet. Die Art und Weise, wie der Laser eine Unebenheit reflektiert oder von ihr abprallt, bestimmt, ob sie binär eine Null oder Eins darstellt.

Eine DVD hat eine engere Spiralspur als eine CD, weshalb sie bei gleicher Größe mehr Daten speichern kann, und in DVD-Laufwerken wird ein feinerer roter Laser verwendet als in CD-Laufwerken. DVDs ermöglichen auch eine doppelte Schichtung, wodurch ihre Kapazität weiter erhöht wird. Mit Blu-ray Discs wurde ein neuer Maß­stab gesetzt, denn sie speichern Daten auf mehreren Schichten mit noch kleineren Unebenheiten, für deren Lesen ein noch feinerer blauer Laser erforderlich ist.

  • CD-ROM, DVD-ROM und BD-ROM sind schreibgeschützte optische Speichergeräte. Daten werden dauerhaft auf ihnen gespeichert und können nicht entfernt oder überschrieben werden. Aus diesem Grund können sie nicht als persönlicher Speicher verwendet werden. Stattdessen werden sie häufig für Softwareinstallationsprogramme verwendet.
  • Disks im CD-R-, DVD-R- und BD-R-Format sind beschreibbar, können aber nicht über­schrieben werden. Alle Daten, die Sie auf einem leeren beschreibbaren Datenträger speichern, werden dann dauerhaft auf diesem Datenträger gespeichert. Diese Medien können also Daten speichern, sind jedoch nicht ganz so flexibel wie andere Speichergeräte.
  • CD-RW, DVD-RW und BD-RE sind wiederbeschreibbar. Dadurch können Sie immer wieder neue Daten darauf schreiben und unerwünschte Daten löschen. Inzwischen wurden sie von neueren Technologien wie Flash-Speichern abgelöst, jedoch waren CD-RWs lange Zeit die bevorzugte Wahl für externe Speicher. Die meisten Desktopcomputer und viele Laptops besitzen ein CD- oder DVD-Laufwerk.

Auf einer CD können bis zu 700 MB Daten gespeichert werden, auf einer DVD-DL bis zu 8,5 GB und auf einer Blu-Ray zwischen 25 und 128 GB.

Disketten

Auch wenn sie mittlerweile veraltet sind, können wir nicht über Speichergeräte sprechen, ohne die simple Diskette zumindest zu erwähnen. Disketten waren die ersten weit verbreiteten tragbaren, austauschbaren Speichergeräte. Deshalb sehen die meisten Speichersymbole aus wie eine Diskette. Disketten funktionieren auf die gleiche Weise wie Festplattenlaufwerke, wenn auch in einem viel kleineren Maßstab. 

Die Speicherkapazität von Disketten überschritt nie 200 MB, bevor CD-RW und Flash-Laufwerke zu den bevorzugten Speichermedien wurden. Der iMac war 1998 der erste PC, der ohne Diskettenlaufwerk auf den Markt kam. Danach nahm die über 30-jährige Vorherrschaft der Diskette sehr rasch ein Ende.

Speicher in Computersystemen

Ein Speichergerät ist ein Stück Hardware, das in erster Linie zur Speicherung von Daten verwendet wird. Alle Desktopcomputer, Laptops, Tablet-PCs und Smartphones verfügen über eine Art Speichergerät. Außerdem gibt es eigenständige, externe Speicherlaufwerke, die für mehrere Geräte verwendet werden können.

Speicher ist nicht nur für die Aufbewahrung von Dateien, sondern auch für die Ausführung von Aufgaben und Anwendungen erforderlich. Jede Datei, die Sie auf Ihrem Computer erstellen oder speichern, wird auf dem Speichermedium Ihres Computers abgelegt. Hier befinden sich auch alle Anwendungen und das Betriebssystem Ihres Computers.

Im Laufe der Zeit haben sich im Zuge der technologischen Entwicklung auch die Datenspeichermedien stark weiterentwickelt. Heutzutage gibt es Speichermedien in vielen Formen und Größen. Zudem gibt es verschiedene Arten von Speichermedien, die für unterschiedliche Geräte und Funktionen geeignet sind.

Ein Speichergerät wird auch als Speichermedium bezeichnet. Digitaler Speicher wird in Megabyte (MB), Gigabyte (GB) und heute auch in Terabyte (TB) gemessen.

Einige Computer-Speichergeräte sind in der Lage, Informationen dauerhaft zu speichern, während andere nur vorübergehend Informationen aufnehmen können. Jeder Computer verfügt sowohl über Primär- als auch Sekundärspeicher, wobei der Primärspeicher als Kurzzeitspeicher und der Sekundärspeicher als Langzeitspeicher fungiert.

Primärspeicher: Arbeitsspeicher (RAM)

Der Arbeitsspeicher (Random Access Memory, RAM) ist der Hauptspeicher eines Computers.

Wenn Sie an einer Datei auf Ihrem Computer arbeiten, werden die Daten vorübergehend in Ihrem RAM gespeichert. Mit RAM können Sie alltägliche Dinge ausführen, beispielsweise Anwendungen öffnen, Webseiten laden, Dokumente bearbeiten oder Computerspiele spielen. Sie können auch schnell von einer Aufgabe zur nächsten springen, ohne den Fortschritt zu verlieren. Im Wesentlichen gilt: Je größer der RAM-Speicher Ihres Computers ist, desto reibungsloser und schneller können Sie Multitasking betreiben.

Das RAM ist ein flüchtiger Speicher, was bedeutet, dass er keine Informationen speichern kann, wenn das System ausgeschaltet ist. Wenn Sie beispielsweise einen Textabschnitt kopieren, Ihren Computer neu starten und dann versuchen, diesen Textabschnitt in ein Dokument einzufügen, werden Sie feststellen, dass Ihr Computer den kopierten Text nicht mehr gespeichert hat. Das liegt daran, dass er nur vorübergehend in Ihrem RAM abgelegt wurde.

Im RAM kann ein Computer auf Daten in einer zufälligen Reihenfolge zugreifen und daher viel schneller lesen und schreiben als im Sekundärspeicher eines Computers.

Sekundärspeicher: Festplattenlaufwerke (HDD) und Solid-State-Laufwerke (SSD)

Neben RAM hat jeder Computer eine weitere Möglichkeit zur langfristigen Speicherung von Informationen: den Sekundärspeicher. Jede Datei, die Sie erstellen oder herunterladen, wird im Sekundärspeicher des Computers abgelegt. Es gibt zwei Arten von Speicherlaufwerken, die als Sekundärspeicher in Computern verwendet werden: HDD und SSD. HDD-Laufwerke sind zwar die traditionellere der beiden Arten, aber SSD-Laufwerke verdrängen HDD-Laufwerke immer mehr als die bevorzugte Technologie für Sekundärspeicher.

Sekundärspeichergeräte sind oft austauschbar, sodass Sie den Speicher Ihres Computers ersetzen oder aufrüsten oder Ihr Speicherlaufwerk in einen anderen Computer verlegen können. Es gibt einige nennenswerte Ausnahmen, wie etwa MacBooks, die keinen Wechselspeicher bieten.

Festplattenlaufwerke (HDD)

Das Festplattenlaufwerk (HDD) ist das ursprüngliche Plattenlaufwerk. Es handelt sich dabei um magnetische Speichergeräte, die es seit den 1950er-Jahren gibt, auch wenn sie sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt haben.

Ein Festplattenlaufwerk besteht aus einem Stapel sich drehender Metallscheiben, die als Platten bezeichnet werden. Jede sich drehende Platte enthält Billionen winziger Fragmente, die magnetisiert werden können, um Bits (Einsen und Nullen im Binär­code) darzustellen. Ein Schwenkarm mit einem Lese-/Schreibkopf tastet die sich drehenden Platten ab und magnetisiert die Fragmente, um digitale Informationen auf die Festplatte zu schreiben, oder erkennt magnetische Ladungen, um Informationen von der Festplatte zu lesen.

HDDs werden als Aufnahmegeräte für Fernseher, für Server sowie als Laptop- und PC-Speicher eingesetzt.

Solid-State-Laufwerke (SSD)

Solid-State-Laufwerke kamen erst viel später, in den 90er Jahren, auf den Markt. Bei SSD-Laufwerken werden keine Magnete und Platten verwendet, sondern eine Art Flash-Speicher namens NAND. In einem SSD-Laufwerk speichern Halbleiter Informa­tionen, indem sie den elektrischen Strom der im Laufwerk enthaltenen Schaltkreise ändern. Dies bedeutet, dass bei SSD-Laufwerken im Gegensatz zu HDD-Laufwerken keine beweglichen Teile für den Betrieb notwendig sind.

Aus diesem Grund funktionieren SSD-Laufwerke nicht nur schneller und reibungsloser als HDD-Laufwerke (HDD-Laufwerke brauchen aufgrund der mechanischen Beschaffenheit ihrer Platten und Köpfe länger, um Informationen zu erfassen), sondern sie haben im Allgemeinen auch eine längere Lebensdauer als HDD-Laufwerke (aufgrund der vielen komplizierten beweglichen Teile sind HDD-Laufwerke anfällig für Beschädigungen und Verschleiß).

Außer in neueren PCs und High-End-Laptops findet man SSD-Laufwerke auch in Smartphones, Tablets und manchmal in Videokameras.

Die beste Möglichkeit zum Speichern großer Datenmengen

Wenn der Speicherplatz auf Ihren Geräten ausgeht, ist es höchste Zeit, dass Sie sich nach alternativen Speichermedien umsehen. Auch auf externen Speichergeräten wie Flash-Laufwerken kann der Platz knapp werden und sie können beschädigt werden oder verloren gehen. Deshalb ist die beste Möglichkeit, alle Ihre Dateien in der Cloud zu speichern. Es ist sicherer, schneller und Sie können einfacher darauf zugreifen.

Smart über die Grenzen der Festplatte hinaus denken

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