Einfach Musik machen

Wie Future Classic, Plattenlabel und Künstlermanagement-Agentur, mithilfe von Dropbox-Tools seine Arbeitsweise und die Zusammenarbeit an Musikprojekten optimiert hat.

Feb 10, 2021
Outdoor-Musikkonzert bei Nacht

von Harry White, General Manager bei Future Classic

 

Ich bin seit 2014 als Artist Manager bei Future Classic tätig und fungiere derzeit als General Manager in unserem Büro in L.A.

Future Classic begann als Plattenlabel mit alternativen Imprints und Disco-Platten. Seitdem haben wir uns zu einem Talentmanagement- und Künstlerserviceunternehmen entwickelt, das mit Begeisterung neue Talente findet und diese in die Welt bringt. Wir sind jetzt ein Unternehmen mit 15 Mitarbeitern in Sydney und Los Angeles. 

Die Menschen außerhalb der Branche mögen denken, dass Musik eine einsame Angelegenheit ist, aber in Wirklichkeit müssen viele Menschen zusammenarbeiten, um Musik zu machen – und die Karriere eines Künstlers zu fördern.

Teammitglieder bei Future Classic
Firmenlogo von Future Classic

Ein chaotischer kreativer Prozess

 

Da das Team zwischen Australien und den USA verteilt ist, hat Future Classic schon immer Fernbeziehungen gepflegt. Selbst bevor wir in L.A. eine Niederlassung eröffneten, mussten wir Wege finden, von verschiedenen Orten aus zusammenzuarbeiten. Die verworrene kollaborative Natur des Kreativprozesses unserer Künstler bedeutete, dass wir eine Lösung für die Dateifreigabe finden mussten.

Viele unserer Künstler machen Musik im elektronischen Bereich, der sich besonders gut für eine Zusammenarbeit eignet. Ein Produzent macht vielleicht einen Beat in einem Teil der Welt, schickt ihn an einen Sänger in einem anderen Land und dann an einen Tontechniker wieder anderswo. Unsere Generation von Produzenten ist mit der Produktion von Beat-Dateien mit Ableton- und Pro Tools-Software aufgewachsen, und für unsere ersten Künstler, wie Flume oder Ta-ku, ist es eine Selbstverständlichkeit, einen Song rund um den Globus zu schicken.

Der kreative Prozess kann schnell chaotisch werden. Dabei sollte man sich jedoch nicht mit Zusammenarbeitslösungen zufriedengeben, die einem die Arbeit erschweren.

Der kreative Prozess variiert stark. Die Arbeitsweise eines Künstlers unterscheidet sich deutlich von der eines Tontechnikers und der eines Musikvideo-Regisseurs, die sich wiederum von der unseres Aufnahme- und Produktionsteams unterscheidet.

Wir haben einen Online-Server verwendet und Sicherungen auf Festplatten erstellt, aber jeder in unserem Büro hatte sein eigenes System zum Organisieren und Teilen von Dateien auf verschiedenen Plattformen. Dies war chaotisch, zeitaufwändig und weit davon entfernt, sicher zu sein. 

Dropbox war eine natürliche Lösung für uns, weil es einen logischen Workflow für die Arbeitsweise unserer Künstler bietet. Wir haben immer verfolgt, was unsere Künstler tun, und zu der Zeit schien es so, als hätte jeder bereits seine eigene persönliche Dropbox – ich hatte Dropbox in der Vergangenheit auch privat genutzt –, also ging unsere Tendenz dorthin. 

In Bezug auf unsere Dateien nutzten wir auch ein paar andere Plattformen für Kleinigkeiten: Google Drive für Budgets und Tabellenkalkulationen und manchmal WeTransfer, um Dateien zu versenden. Aber es schien wichtig, dass wir eine Plattform mit zugänglicher Homogenität wählten, die von oben nach unten bereitgestellt und verwendet werden konnte, von unseren Gründern bis zum neuen Praktikanten. Als unser Unternehmen wuchs, brauchten wir ein System, das auch mit uns wachsen konnte.

Future Classic über die Arbeit mit Dropbox

„Wir sind paranoid, dass Songs vor der Veröffentlichung durchsickern könnten. Mit Dropbox müssen wir uns keine Sorgen mehr darüber machen, welche Master-Tracks vor der Fertigstellung schon herumgereicht werden, da wir detailliert über die verschiedenen Zugriffsebenen für verschiedene Mitarbeiter und das kreative Team den Zugriff steuern können. Diese Protokolle gewährleisten die Sicherheit unseres geistigen Eigentums, ohne einen bürokratischen Mehraufwand zu verursachen.“

Harry White, General Manager bei Future Classic
Bild von Harry White, GM bei Future Classic

Von der einfachen Dateifreigabe bis zum globalen Wachstum

 

Schon damals, als wir in Sydney unser einziges Büro hatten, haben wir begonnen, Dropbox zu nutzen, um Dateien mit beliebigen Personen überall zu teilen – und das auf sichere Weise. Ich konnte mitten im Nirgendwo in einem Tourbus sitzen und Dateien mit jemandem auf der anderen Seite der Erde teilen. Dropbox ist sowohl technisch robust als auch intelligent designt, ein unkompliziertes, klar definiertes System. Wenn wir mit Künstlern zusammenarbeiten, möchten wir die Dinge so weit wie möglich vereinfachen, und die intuitive Oberfläche von Dropbox macht es Künstlern einfach, es in ihren Workflow zu integrieren. Ich denke, das ist ein wichtiger Grund, warum Kreative von Dropbox so begeistert sind.

Beim Teilen von Dateien muss die Sicherheit nicht auf Kosten der Benutzerfreundlichkeit gehen.

Dropbox gibt uns auch die Gewissheit, dass die Sicherheit unserer Dateien gewährleistet ist. Sagen wir es, wie es ist: Wir sind paranoid, dass Songs vor der Veröffentlichung durchsickern könnten. Mit Dropbox müssen wir uns keine Sorgen mehr darüber machen, welche Master-Tracks vor der Fertigstellung schon herumgereicht werden, da wir detailliert über die verschiedenen Zugriffsebenen für verschiedene Mitarbeiter und das kreative Team den Zugriff steuern können. Diese Protokolle gewährleisten die Sicherheit unseres geistigen Eigentums, ohne einen bürokratischen Mehraufwand zu verursachen. Sicherheit ist wichtig, aber wir wollen auch nicht, dass jemand zu viele Verrenkungen machen muss.
Musikproduktionsstudio
Die Dropbox-Benutzeroberfläche von Future Classic

Eine intelligentere, intuitivere Art, Dateien zu teilen

 

Dropbox hat sich direkt mit Future Classic weiterentwickelt. Es begann für uns als eine Möglichkeit, Dateien von unserem zentralen Büro in Sydney aus mit Künstlern zu teilen. Als wir wuchsen und immer mehr externe Auftragnehmer einsetzten, die unterschiedliche Zugriffsrechte auf unsere Dateien benötigten, hatte dies Auswirkungen darauf, wie wir unsere Assets intern organisieren wollten.

Gleichzeitig entwickelte Dropbox seine Software weiter. Genau zu dem Zeitpunkt, als wir darüber nachdachten, unsere physischen Festplatten zu ersetzen, stand Dropbox auf Enterprise-Ebene bereit. Wenn die Lösung die Anforderungen riesiger Organisationen bewältigen konnte, so dachten wir, müsste sie auch unsere Anforderungen leicht erfüllen können. 

Unser Wachstum mit Dropbox gipfelte letztendlich darin, dass wir unser Büro und unser Studio in Los Angeles eröffnet haben, da es die Arbeit aus der Ferne für uns als Unternehmen festigte. Wo früher aller Mitarbeiter von Future Classic im selben Raum arbeiteten, sind wir mittlerweile auf einen 24-Stunden-Betrieb mit Mitarbeitern überall auf der Welt umgestiegen. Dropbox half uns dabei, diese globale Größenordnung zu erreichen, indem es ein zentralisiertes System bereitstellte, mit dem beide Büros zusammenarbeiten konnten. 

Da Techniker und Künstler Tag und Nacht in unser Studio in L.A. kommen, brauchten wir ein System, mit dem die Sitzungsdateien auch in unser australisches Büro hochgeladen werden konnten. Wir haben dieses System in Dropbox Smart Sync gefunden.

Future Classic-Produktionsstudio und Benutzeroberfläche von Dropbox

Das Studio in Los Angeles war ein großer Segen, denn es war das erste Mal, dass wir kreative und Business-Teams unter einem Dach vereinen konnten. Das bedeutete, dass wir mehr Zeit mit Künstlern verbringen und näher an der Musik sein konnten. 

Es stellte uns jedoch auch vor eine neue Herausforderung: Da Techniker und Künstler Tag und Nacht in unser Studio kommen, brauchten wir ein System, mit dem die Sitzungsdateien auch von Australien aus hochgeladen werden konnten. Wir haben dieses System in Dropbox Smart Sync gefunden, das Dateien automatisch synchronisiert, egal wie Sie darauf zugreifen. 

Der nächste Schritt auf unserer Reise mit Dropbox bestand in der Verwendung des Tools für die Zusammenarbeit in Echtzeit, Dropbox Paper.

Pitches sollten immersiv sein, nicht statisch

 

Wie jedes andere Plattenlabel auch, erhalten wir bei Future Classic oft Demos, die nur kalte Links zu SoundCloud sind. Aber wir wollen mehr über den Künstler erfahren: seine Geschichte, seinen Hintergrund, seine Inspiration.

Future Classic ist ein musikzentriertes Unternehmen, das auch visuell orientiert ist. Wir sind uns sehr bewusst, wie stark das visuelle Design dazu beiträgt, die Vision und Kreativität eines Musikers an einen externen Partner zu verkaufen, sei es ein Publizist, ein Agent oder ein Festival-Booker. Diese Leute erhalten Hunderte von Pitches pro Tag, also müssen wir uns überlegen, wie wir ihre Aufmerksamkeit am effizientesten erregen können – daher sollte es schon etwas mehr als nur ein Musiklink und ein paar eingängige Textzeilen sein. 

Mit Dropbox Paper kann unser Team ohne die Hilfe eines Grafikdesigners einen ansprechenden, inhaltsreichen One-Pager zusammenstellen, komplett mit Pressefotos und sogar eingebetteten SoundCloud- und Vimeo-Dateien.

Benutzeroberfläche von Dropbox mit Musikerfotos

Durch die Erstellung von Dropbox Paper-Vorlagen für Künstler zur Einreichung von Bewerbungen für unser Residenzprogramm hatten diese einen Rahmen für die Darstellung ihrer Audio- und visuellen Facetten erhalten, ohne dass wir ihnen zu viel vorschrieben. Es war wie ein Schritt in eine immersive Welt.

Es gibt teurere, zeitaufwändigere Methoden, dies zu tun: drei Tage damit verbringen, einen Grafikdesigner zu briefen, oder eine Menge Geld in den Aufbau einer Microsite investieren. Dropbox Paper ist eine schnelle und einfache Alternative zur Zusammenstellung eines ansprechenden Pakets. Wir haben auch festgestellt, dass es großartig ist, wenn wir potenziellen Regisseuren Briefings für Musikvideos vorlegen möchten, zu denen wir Notizen und Referenzen hinzufügen können. Wir finden, dass Dropbox Paper eine viel einfachere und übersichtlichere Möglichkeit als andere Tools ist, um all diese Audio- und visuellen Facetten darzustellen.

 

Ein sogar noch überzeugenderer Vorteil ist, dass Dropbox Paper Künstlern auch die Möglichkeit bietet, ihre Arbeiten uns gegenüber zu pitchen. Als wir das Studio in Los Angeles gebaut haben, haben wir uns mit Dropbox zusammengetan, um ein Residenzprogramm für Künstler einzurichten, die diesen Raum nutzen möchten. Wir wollten, dass Künstler uns für das Programm pitchen, aber wir wollten nicht wieder nur SoundCloud-Links bekommen. Wie bei den Pitches, die wir im Namen der Künstler machen, wollten wir auch hier ihre gesamte Geschichte kennenlernen. 

 

Wie konnten wir Künstlern einen Rahmen geben, ohne ihnen zu viel vorzuschreiben? Wir gaben den Künstlern Dropbox Paper-Vorlagen und ließen die Künstler sich austoben. Die Ergebnisse waren weitaus interessanter als jede typische Anwendung. Es war wie ein Schritt in eine immersive Welt.

Eine kreative Struktur, die Künstlern immer noch Freiheit gibt

 

Künstler mögen in der Regel nicht viel Struktur. Genau wie ihre Manager – daher ist es unsere Aufgabe, den Kreativen einen zugänglichen Rahmen zu geben, in den sie sich einklinken und durcharbeiten können. Hunderte von Releases sind schwer zu koordinieren, da jeder Release Hunderte von Dateien mit sich bringt. Aber jetzt haben wir einen Ort – Dropbox –, an dem wir alle zusammenarbeiten können, und es gibt eine klare Struktur, wo alles zu finden ist. Global gesehen ist diese Struktur ein Game-Changer.

Ein verrücktes Beispiel dafür, wie diese Struktur funktioniert, stammt aus der Silvesternacht 2019. Ich war in Australien, als ich eine SMS vom Tourmanager von Flume bekam: 

„Hast du dieses Countdown-Video von vor vier Jahren irgendwo?“ 

Musiker auf der Bühne
Abbildung einer abstrahierten Dropbox-Benutzeroberfläche von Future Classic

Flume machte den Silvester-Countdown in Aspen, und sie wollten die Schneekugel-LED-Wandanzeige von 2016 verwenden. So etwas passiert immer wieder, wenn man mit tourenden Künstlern arbeitet. Ich habe ihm schnell den Speicherort in der Dropbox-Dateistruktur zurückgeschrieben. Egal, wie hektisch die Situation ist, hat man immer ein Gefühl der Zuversicht und Ruhe, wenn man weiß, wo alles gespeichert ist, dass es sicher ist und dass man sich keine Sorgen aufgrund der Größe dieser riesigen Bilddateien machen muss.  

Da die beiden Büros extrem weit voneinander entfernt und ständige Flugreisen für die meisten Künstler unerschwinglich sind, hat sich Future Classic schon früh für die Arbeit aus der Ferne entschieden. Die COVID-19-Pandemie hat viele weitere Unternehmen dazu gezwungen, sich mit der Idee anzufreunden, dass wir nicht im gleichen Raum sein müssen, um zusammenzuarbeiten.

Während der Lockdown uns dazu zwingt, sogar noch weiter von einander getrennt zu sein, ist dies nur eine weitere Iteration unserer Entwicklung mit Dropbox. Jetzt sind wir besser gerüstet, um weiterhin neue Musik zu produzieren und unsere Künstler bei der Entwicklung ihrer kreativen Reisen zu unterstützen.