Wie komprimiert man ein Video?

Große Videos und niedrige Grenzwerte für die Größe von Dateianhängen können ein Projekt behindern – hier erfahren Sie, wie Ihnen Viedeokomprimierung helfen kann.

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Technologie ist eine wunderbare Sache. Es gibt aber immer noch einige Dinge, die selbst den technisch versiertesten Menschen ein wenig verunsichern können. Dies kann der Fall sein, wenn Sie ein qualitativ hochwertiges Video von Ihrem Team an einen Kunden übermitteln müssen – schließlich können Videos schon in normalen Zeiten sehr sperrige Dateien sein.

Was ist Videokomprimierung?

Die Videokomprimierung bietet eine Möglichkeit, die Größe Ihrer Videodatei zu verringern. Leider gilt für nahezu alle Methoden der Dateifreigabe – von E-Mail bis zu Instant Messaging – eine gewisse Beschränkung der Dateigröße. Das hat zur Folge, dass Ihr Video entweder nicht in Ihre Nachricht passt oder dass sich der Empfänger – sofern es doch hinein passt – auf eine längere Wartezeit einstellen muss, bis Ihre Nachricht komplett heruntergeladen wurde. Bei der Komprimierung Ihres Videos wird Ihre Datei im Wesentlichen verkleinert, was jedoch in der Regel bedeutet, dass sich die Gesamtqualität verringert. Je nach Originalgröße ist dieser Qualitätsverlust eventuell nicht einmal spürbar, hängt letztlich aber davon ab, wie klein Ihre Videodatei werden muss.

Was ist ein Byte?

Ein Byte ist eine Maßeinheit, die für digitale Dateien verwendet wird. Sie müssen sich nicht so tief in die Computerterminologie einarbeiten, dass Sie wissen, wie Videodateien komprimiert werden. Ein grundlegendes Verständnis dieser Einheiten kann Ihnen aber helfen zu verstehen, wie groß Ihre Datei ist. Die Größe von Dateien wird meist in Kilobyte, Megabyte, Gigabyte und Terabyte gemessen, die wie folgt definiert sind:

  • Kilobyte: 1024 Byte
  • Mega: 1024 Kilobyte
  • Gigabyte: 1024 Megabyte
  • Tera: 1024 Gigabyte

Wenn sich Ihre Datei also im Gigabyte-Bereich befindet, sollten Sie sie auf eine Größe im Megabyte-Bereich reduzieren.

Was ist ein Codec?

Wenn Sie sich mit der technischen Seite der Videoverwaltung befassen, werden Sie schnell auf Codecs stoßen. Codecs sind der Code, der zur Komprimierung Ihres Videos verwendet wird: Sie verkleinern Ihre Datei im Wesentlichen für die Speicherung und dekomprimieren sie dann wieder, wenn Sie Ihr Video ansehen möchten. Codecs funktionieren in der Regel automatisch im Programm Ihrer Wahl und Sie müssen darüber im Grunde nicht viel wissen, um ein Video zu komprimieren, weil dies Ihre Software für Sie erledigt. Alles, was Sie wirklich wissen müssen, ist, dass Ihre Datei ohne Codecs mindestens drei- bis fünfmal größer wäre.

Wenn Sie vor der Wahl stehen, welchen Codec Sie benutzen sollen, kann es hilfreich sein, die folgenden Codec-Typen zu kennen:

  • MPEG: MPEG ist einer der am weitesten verbreiteten Codecs. Die davon angeleiteten Formate MPEG-1 und MPEG-4 liefern auch nach der Komprimierung eine qualitativ hochwertige Videowiedergabe.
  • ProRes: Ein Codec, der in Software wie iMovie verwendet wird. ProRes bietet eine fantastische Farbauflösung.
  • WMV: Dieser Codec ist Ihnen sicher schon einmal begegnet, wenn Sie Windows-Benutzer sind. WMV soll angeblich eine bessere Qualität liefern als MPEG-4. Wenn Sie eine Videobearbeitungssoftware von Microsoft einsetzen, verwendet diese wahrscheinlich diesen Codec.

Ist AVI ein Codec?

Nein, AVI ist ein Container, der die Dateierweiterung Ihrer Videos vorgibt. Container sind wie Umschläge, in denen die Codecs enthalten sind. AVI und MP4 sind beispielsweise beides Dateitypen/Container, sie sind als solche aber keine Codecs. Aber sie bewirken dennoch einen Unterschied. MP4-Dateien sind aufgrund der besseren Kompressionsrate in der Regel kleiner als AVI-Dateien.

Wie groß ist eine Videodatei?

Die genaue Anzahl der Byte, die für Ihre Datei benötigt werden, hängt von mehreren Faktoren ab, wie:

Videoformate

Videotypen können sich auf die Gesamtgröße und die Qualität auswirken. Alle folgenden Dateitypen sind Videodateitypen:

  • MP4
  • AVI
  • FLV
  • MOV
  • WMV

Wir wollen nicht in die Details einsteigen, aber einige Dateitypen bieten bessere Codecs, d. h. bessere Verfahren für die Komprimierung Ihres Videos. Wenn beispielsweise eine MP4-Datei in eine FLV-Datei konvertiert wird, wird die Datei insgesamt größer, da die Codecs einer FLV-Datei weniger effizient sind und zu einer geringeren Komprimierung/Dateiverkleinerung führen.

Videolänge

Ein Video, das eine Minute lang ist, ist natürlich kleiner als ein Video, das eine Stunde dauert – obwohl auch hier der gewählte Dateityp das Verhältnis zwischen Videolänge und Dateigröße beeinflusst.

Videoqualität

Die Frame-Rate und die Auflösung wirken sich auf die Dateigröße aus. Die Frame-Rate oder FPS (Frames pro Sekunde) wirkt sich auch auf die Videoqualität aus, wobei für HD-Video mindestens 24 FPS verwendet werden. Je mehr Frames Sie haben, desto mehr Details erhalten Sie und desto größer wird Ihre Datei. Videos, die mit 60, 120 oder sogar 240 FPS aufgenommen wurden, können für Zeitlupen auf 24 oder 30 FPS verlangsamt werden. Sie können auch unverändert gelassen werden, was lebensecht flüssige Clips liefert.

Wenn Ihr Video 480p hat, ist es für eine kleinere Gesamtdarstellung mit 852x480 Pixel ausgelegt. Ein 720p-Video liegt mit 1280x720 im HD-Bereich. Eine hohe Auflösung liefert nicht unbedingt die höchste Qualitätsstufe. Die Auflösung gibt nur an, wie groß der Darstellungsbereich ist, für den das Video erstellt wurde. Sie ist keine Garantie dafür, dass dieser Bereich mit kristallklaren Details gefüllt wird.

Wenn Ihr Video 480p hat, ist es für eine kleinere Gesamtdarstellung mit 852x480 Pixel ausgelegt. Ein 720p-Video liegt mit 1280x720 im HD-Bereich. Eine hohe Auflösung liefert nicht unbedingt die höchste Qualitätsstufe. Die Auflösung gibt nur an, wie groß der Darstellungsbereich ist, für den das Video erstellt wurde. Sie ist keine Garantie dafür, dass dieser Bereich mit kristallklaren Details gefüllt wird.

Für ein einminütiges Video:

  • Ultra HD oder 4K (3840x2160): 2 GB Dateigröße
  • 2K-Auflösung (2048x1080): 430 MB Dateigröße
  • 1080p oder Full HD (1920x1080): 403 MB Dateigröße

Wie arbeitet Videokomprimierung?

Die Videokomprimierung erfolgt durch das Entfernen sich wiederholender Bilder und Töne, die vom Codec-Algorithmus ermittelt werden. Dieser Verlust ist für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar. Denken Sie daran wie ein Hollywood-Film von der Kinoleinwandgröße auf eine DVD gelangt, die ohne Verzögerung auf jedem normalen Fernseher abgespielt werden kann. Eine Komprimierung wirkt sich erst dann wirklich verheerend auf die Anzeigequalität aus, wenn Sie eine Datei auf eine winzige Dateigröße verkleinern und dabei die Auflösung unverändert lassen – dann wird das Bild „pixelig“, „körnig“ und meist nicht mehr ansehbar.

Wie kann ich ein Video komprimieren?

Um eine Videodatei erfolgreich zu komprimieren, benötigen Sie spezielle Software, wie iMovie für den Mac oder den Windows Video Editor für Windows. Alternativ können Sie Ihr Video auch in einer ZIP-komprimierten Datei senden, dann muss es der Empfänger aber auf seiner Seite herunterladen.

In diesen Programmen müssen Sie lediglich Ihr Video öffnen, indem Sie normalerweise auf „Öffnen“ oder „Importieren“ klicken. Danach exportieren Sie es, wodurch es in einen neuen Dateityp konvertiert wird. In den meisten Videobearbeitungsprogrammen können Sie das resultierende Dateiformat wählen, zum Beispiel MP4, AVI, MOV und WMV.

Wie komprimiere ich ein Video mit Dropbox?

Glücklicherweise brauchen Sie sich nicht viele Gedanken über Bytes und Formate zu machen, um erfolgreich ein langes Video mit Dropbox zu senden . Dropbox unterstützt folgende Videodateiformate, um nur einige zu nennen, und komprimiert diese automatisch für die Anzeige auf Ihrem Gerät. Und Sie haben die Option, ein Video in voller Qualität herunterzuladen, sofern Sie dies wünschen:

  • AVI
  • MKV
  • MP4
  • MPG
  • MOV
  • WMV
  • OGV
  • 3GP

Und solange Ihre Dateigröße unter 50 GB liegt, wird die Vorschau als ausdrucksstarkes Video angezeigt. Sie können Videos von Ihrem Smartphone, Desktop oder Tablet senden und über einen Link in einer E-Mail, einem Text oder Chat freigeben. Ihre Empfänger benötigen nicht einmal ein Dropbox-Konto und können das Video ansehen, ohne es herunterzuladen. Außerdem gibt es keine Größenbeschränkung für das Hochladen Ihrer Videos. Sie brauchen sich also über das Komprimieren und erneute Komprimieren Ihrer Datei keine Gedanken zu machen.

Steigern Sie Ihre Effizienz mit Dropbox

Mit Dropbox können Sie mühelos und sicher Dateien in Echtzeit teilen. Ermöglichen Sie den Zugriff auf freigegebene Ordner für das sofortige Teilen ohne zeitaufwendiges Herunterladen – Sie können den Freigabelink an jeden senden, unabhängig davon, ob er ein Dropbox-Konto besitzt oder nicht. Das bedeutet, dass nichts Sie aufhalten kann, wenn Sie an einem kreativen Videoprojekt arbeiten, eine Präsentation freigeben oder einfach nur ein lustiges Video an einen Freund schicken möchten.